Atemschutzausbildungstag Feuerwehr Bad Hersfeld-Fuldatal
 
Erstmalig fand in diesem Jahr ein Atemschutzgeräteräger-Ausbildungstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld-Fuldatal statt. Durch die Corona Pandemie war es längere Zeit untersagt praktische Ausbildungen im Bereich Atemschutz zu absolvieren, um eine Infektionsausbreitung zu verhindern und die Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte nicht zu gefährden.
 
Die Atemschutzgeräteträger sind gemäß der „Feuerwehrdienstvorschrift 7 – Atemschutz“ verpflichtet jährlich an einer theoretischen Atemschutzunterweisung und einer Einsatzübung oder einem realen Einsatz unter Atemschutz teilzunehmen. Hinzu kommt die jährliche Übung in der Atemschutzstrecke in Bad Hersfeld, sowie die alle drei Jahre stattfindende betriebsärztliche Untersuchung G 26 Gruppe 3, bei denen die körperliche & psychische Eignung und ein Gesundheitscheck getestet wird.
 
In der Vergangenheit absolvierten die Kameradinnen und Kameraden der Wehr Fuldatal die theoretische Ausbildung und die Einsatzübungen an mehreren Terminen verteilt über das laufende Jahr. Da dies in diesem Jahr nicht möglich war, wurde von dem Kameraden Marco Wenderoth und Jonas Seitz ein Ausbildungstag geplant, welcher alle notwendigen Themen für die rund 20 Atemschutzschützer aus dem Fuldatal beinhaltete.
 
Der Ausbildungstag begann mit einer 2,5 stündigen theoretischen Atemschutzunterweisung, bei der unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, das Grundwissen aufgefrischt wurde. Hierbei ging es im Einzelnen um verschiedene Atemgifte, Gerätekunde, Ausrüstungsgegenstände und Einsatztaktik. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus, wurde die Mannschaft aufgeteilt, um den theoretische erlernten Stoff an mehreren praktischen Stationen durchzuführen. Der stellv. Wehrführer Axel Völker, schulte den richtigen Umgang mit der Wärmebildkamera und den Leinenbeutel, sowie der Hygienemaßnahmen an Einsatzstellen. Parallel wurde durch den zweiten stellv. Wehrführer Jonas Seitz, das Aufsetzen von Brandfluchthauben bei der Menschenrettung und die Inbetriebnahme der am Atemschutzgerät angebrachten Totmannwarner geübt, welche bei der Feuerwehr in Bad Hersfeld an jedem Atemschutzgerät montiert sind. Die Geräte dienen zu Erkennung eines verunfallten Atemschutzgeräteträger. Wenn sich dieser durch ein medizinisches Problem oder durch einen Unfall im Einsatz nicht mehr bewegt, schlägt dieser Totmannwarner Alarm und macht andere auf den Verunfallten aufmerksam, wodurch dieser schnell lokalisiert und gerettet werden kann. Des Weiteren war es eine Aufgabe der Kameradinnen und Kameraden eine Notfallmeldung über Funk abzugeben. Eine dritte Gruppe trainierte derweil unter Leitung von Marco Wenderoth die Besonderheiten und den Umgang mit Ihrer Brandschutzkleidung. Außerdem wurde jeder einzelne Teilnehmer mit dem Aufbau eines Atemschutzgerätes und dessen Warneinrichtungen vertraut gemacht. Schlussendlich musste sich jeder Teilnehmer seine Atemschutzgeräte für die weitere praktische Ausbildung zusammenbauen und gemäß der Vorgaben überprüfen.
 
In den Nachmittagsstunden wurde dann das Öffnen von Türen, das richtige Vorgehen im Brandeinsatz, ein Strahlrohrtraining und die Brandbekämpfung verschiedenerer Brandklassen trainiert. Hierbei konnte das Löschen mit verschiedenen Löschmitteln ausprobiert werden, aber auch eindrucksvoll getestet werden, was passiert wenn die falschen Löschmittel eingesetzt werden und welche Folgen dies haben kann.
 
In einem leerstehenden Gebäude wurde in annährend realen Bedingungen das Vorgehen unter Atemschutz geübt. Unter Beobachtung der Ausbilder, lag der Schwerpunkt der Ausbildung bei der richtigen Ausrüstung, den angemessenen Suchtechniken und der Menschenrettung.
 
Nach dem Reinigungsdienst und der Abschlussbesprechung des sichtlich anstrengendes Dienstes, lies man den achtstündige Ausbildungstag beim gemeinsamen Grillen ausklingen. Die Feuerwehr Fuldatal bedankt sich für die Unterstützung bei der Fa. Schwalm Robotic GmbH und dem Personal der Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Bad Hersfeld! (Marco Wenderoth)
 
 
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