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Bereits vor der Gründung einer Feuerwehr suchten Brände Hersfeld heim. So fiel im Jahre 1439 ein beträchtlicher Teil der Stadt den Flammen zum Opfer. Auch während des 30jährigen Krieges wurden zahlreiche Gebäude vernichtet. Die Stiftskirche wurde im Siebenjährigen Krieg durch die Franzosen in Brand gesetzt. Zu jener Zeit stand man solch verheerenden Bränden ziemlich machtlos gegenüber. Eine Besserung ergab sich erst als auf Veranlassung von Landgraf Friedrich I. eine Feuerwehrkompanie gegründet wurde, deren Ausrüstung aus 2 Handdruckspritzen und dreihundert Ledereimern bestand.

Ein wesentlicher Schritt zur Entwicklung des Feuerlöschwesens wurde am 18. Februar 1861 mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hersfeld vollzogen. Der Wehr traten damals 148 Bürger bei, deren erster Kommandeur Feuerwehrhauptmann Schultz war. Ein großer Rückhalt bei Ernstfällen war die 1858 und 1859 gebaute Wasserleitung, die aus Quellen gespeist wurde. Bis 1869 führte Feuerwehrhauptmann Schultz die Wehr.  Am 15. April 1913 übernahm der Kupferschmiedemeister Jerome Schüßler die Führung der Wehr. Jerome Schüßler führte die Wehr durch die Wirren des I. Weltkrieges und führte im April 1920 die bereits vor dem Krieg geplante elektrische Weckerlinie ein. An sie wurden dreißig Feuerwehrmänner des 4. Löschzuges angeschlossen, der seitdem den Namen Alarmzug trägt. 1928 wurde eine Motorspritze und ein Jahr später ein Mannschaftswagen mit eingebauter Motorspritze und mechanischer Leiter beschafft.

Als 1934 die Amtszeit von Jerome Schüßler endete, war er inzwischen zum Branddirektor befördert wurden, auch im Kurhessisch - Waldeckschen Feuerwehrverband war er Vorsitzender. Nach Karl Hettler, der aus gesundheitlichen Gründen die Wehr nur zwei Jahre leiten konnte, übernahm Hermann Bartholomäus die Wehr. In seiner Amtszeit wurde die Wehr im II. Weltkrieg weit über die Stadtgrenze hinaus eingesetzt, auch am Abend des 22. Oktober 1943 als die Innenstadt von Kassel vernichtet wurde und auch in anderen Großstädten. Die Ausrüstung der Wehr wurde von 1941 bis 1943 durch zwei Löschgruppenfahrzeuge ergänzt. Der damalige Kreisbrandinspektor Carl Wille übernahm von Frühjahr 1944 bis März 1945 die Leitung der Wehr. Nachdem Hermann Bartholomäus die Wehr kurzzeitig übernommen hatte übernahm Stadtbrandinspektor Hans Weidmann die Verantwortung über die Wehr. Als die Wehr während des Einmarsches der Amerikaner an mehreren Stellen in der Stadt im Einsatz war, brannte ein Teil des Gerätehauses ab. An dessen Stelle trat 1951 in der Uffhäuserstraße ein Neubau. Als Hans Weidmann 1953 sein Amt niederlegte, hatte er der Wehr über fünfzig Jahre gedient, sein Nachfolger wurde Otto Bolz. PICT0035
Als dieser 1961 Kreisbrandinspektor wurde, trat Franz Otto bis 1971 an seine Stelle.

Zu Beginn der Amtszeit von Stadtbrandinspektor Gerhard Nieding fiel die hessische Gebietsreform. Am 22. Januar 1972 kamen acht Stadtteilwehren hinzu, die allerdings ihre Selbstständigkeit bis heute behalten haben.  Ein besonderes Anliegen von Gerhard Nieding war die Jugend und so gründete er am 5. Juni 1971 eine Jugendfeuerwehr, woraus die Feuerwehr Bad Hersfeld-Kernstadt bis heute einen großen Teil ihres Nachwuchses zieht.  Die erhebliche Vergrößerung und Modernisierung des Fahrzeugparks erforderte einen Neubau der Feuerwache, weil eine Erweiterung der Feuerwache in der Uffhäuserstraße nicht möglich war. Am 1. September 1978 wurde nach intensiver Planung zwischen Wehnebergerstraße und Knottengasse mit dem Bau der neuen Feuerwache begonnen. Am 7. März 1981 wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben. Gerhard Nieding führte die Wehr bis 1989 in Personalunion als Stadtbrandinspektor und Wehrführer. Im Januar 1989 übernahm Hans-Jürgen Spangenberg als Wehrführer die Leitung der Kernstadtwehr. In seine Amtszeit fiel das verheerende Jahrhunderthochwasser 1995, welches die Wehr Bad Hersfeld und viele andere Wehren am Flusslauf der Fulda eine Woche in Atem hielt. Im Februar 1996 übernahm Wehrführer Uwe Schmidt die Leitung der Wehr die er bis zum 31. Dezember 2000 inne hatte. In seine Amtszeit fiel die einsatzmäßige Umstrukturierung der Kernstadtwehr. Die vier Löschzüge wurden jetzt in zwei Dienstgruppen zusammengefasst, wobei diese im Welchsel die Einsätze abarbeiten. Abgelöst wurde Uwe Schmidt von dem ehemaligen Kreisbrandinspektor Joachim Heil, der den Posten des Wehrfühers im Jahre 2006 an Knut Meckbach abgab.

Zu der Geschichte der Hersfelder Feuerwehr gehören aber auch die Werk- und Betriebsfeuerwehren zu denen das Verhältnis nicht hätte besser sein können und auch heute noch ist, haben sie doch auch die Geschichte dieser Feuerwehren mitgeschrieben. Bereits 1898 wurde bei der Tuchfabrik Rechberg eine Löschgruppe gegründet. Es folgte 1906 die Firma Braun und 1933 die Firma Schilde, die heute den Namen Babcock-BSH trägt. Im Jahre 1975 wurde im Faserwerk der Firma Hoechst eine Werkfeuerwehr gegründet, danach folgte noch die Betriebsfeuerwehr Siemens. PICT0045Die Werk- und Betriebsfeuerwehren waren und sind dem Feuerwehrverein angeschlossen und standen der Feuerwehr Bad Hersfeld bei allen großen Einsätzen zur Verfügung.  Leider hat von den fünf Wehren durch Schließungen der Fabriken und Personalabbau nur eine die Jahrtausendwende erreicht und dieses unter einem neuen Namen. Durch Aufteilung des Konzerns wurde aus der Werkfeuerwehr Hoechst die Werkfeuerwehr KoSa, die Werkfeuerwehr Invista und schließlich die Werkfeuerwehr Resigns & Fibers.